Besuch des FDP- Ortsverbandes Diepholz im Wasserwerk Sankt Hülfe

Die Hitze in den vergangenen Wochen hat gezeigt, wie wichtig ausreichend frisches Wasser für uns alle ist.
Um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wie sicher die Versorgung der Bürger in der Stadt Diepholz mit diesem wichtigen Lebensmittel ist, hat sich die FDP-Stadtratsfraktion zusammen mit dem FDP-Ortsverband bei einem Besuch im Wasserwerk Sankt Hülfe informiert. Der Technische Leiter der Stadtwerke Stefan Brun und der dort für die Gewinnung und Aufbereitung zuständige Wassermeister Frank Gläser führten die Gruppe durch das Werksgelände und beeindruckten mit ihren Ausführungen.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand dabei insbesondere auch die Frage zum Zusammenspiel der verschiedenen Wasserförderer. Denn neben den Stadtwerken entnehmen auch immer mehr Landwirte Wasser aus dem Erdreich zur Beregnung von Anbauflächen. In diesem Zusammenhang fragte Heinrich Buck nach der Nitratbelastung des Grundwassers. Herr Gläser erklärte, dass die Werte im
geförderten Grundwasser bei ca. 2 mg je Liter liegen, der Grenzwert beträgt 50 mg. Bezüglich der Grundwasservorkommen besteht laut der Stadtwerke aktuell kein Grund zur Sorge, da im Bundesdurchschnitt nur ca. 3% des vorhandenen Grundwassers gefördert werden. Zudem wird die geförderte Menge durch den Landkreis Diepholz als untere Wasserbehörde überwacht. Neben der für das
Wasserwerk Sankt Hülfe bewilligten maximale Fördermenge von 2 Millionen Kubikmeter pro Jahr, ist jeder größere private Brunnen genehmigungspflichtig.
Die Stadtwerke Huntetal betreiben neben dem Wasserwerk in St. Hülfe ein weiteres in Wagenfeld. Beide Wasserwerke versorgen über das ca. 1.000 Kilometer lange Wassernetz ca. 41.000 Kunden. Das im Wasserwerk St. Hülfe über fünf Brunnen aus einer Tiefe von 30 – 60 Metern geförderte Wasser speist nach der Filterung mittels Pumpen zwei Trinkwasserbehälter mit jeweils 2.000 Kubikmeter Fassungsvermögen, um es nach Verbrauch wieder zu entnehmen.
Mittels dieser Trinkwasserbehälter und den Verbindungen zu benachbarten Wasserversorgern, die bei extremen Verbräuchen einspringen, war es möglich,den Spitzenbedarf von 8.800m³ pro Tag in der zurückliegenden Hitzeperiode bereit zu stellen.

Die Mitglieder der FDP-Stadtratsfraktion und des FDP-Ortsverbandes im Leitstand des Wasserwerkes